ein Projekt wollte ich diesem, dem Harz in besonderer Weise verpflichteten Forum nicht vorenthalten. Ein ausführlicher Pfad dazu existiert bereits bei den bimmelbahnern, daher hier eine Zusammenfassung.
Ich hatte vorher eine Neubaulok mit einem gekauften 3D-Druck-Gehäuse fertiggestellt, wobei ich auch Erfahrungen mit der Bruchempfindlichkeit machen durfte. Daher bestand die erste Idee von Anfang 2024 darin, das Gehäuse einer 81er von Fleischmann mit einem Spur Z-Märklinfahrwerk zu kombinieren. Einige wichtige Fluchtlinien passen ganz gut, das Führerhaus wäre aber dann doch ein zu großer Kompromiss geblieben. Daher nutzte ich letztlich nur den Kessel und die Zylinder.
Umlauf, Wasserkasten und Führerhaus entstanden aus Messing. Das tut dem Betriebsgewicht ganz gut.
Der bislang letzte Schritt war der Wechsel von den mit Papierscheiben modifizierten Originalradsätzen zu Radscheiben der E94, wobei diese Radscheiben auf die alten Achsen zu pressen waren. Der Eindruck ist doch sehr viel plastischer. Weiter geht es dann mit der Feinausrüstung wie Griffstangen, Leitungen, Schalldämpfer der Körtingbremse etc..
dein Projekt hatte ich schon im Bimmelbahn-Forum etwas verfolgt und begrüße es sehr, wenn Du es auch hier vorstellst. Vielleicht magst Du uns die Lok mal fahrend zeigen und uns im Weiteren auf dem Laufenden halten?
Mir kam beim Lesen der Kurzfassung ein vielleicht etwas schräger Gedanke zum Kessel: Der Kessel der 99 221-223 ist ja bekanntlich eine Abwandlung des der Baureihe 81. Wenn nach deiner gezeigten Peilung nun der Kessel der Baureihe 81 ganz gut zur SHE 56/57 passt, ist es dann vielleicht mehr oder minder auch derselbe Kessel? Die 99.22 wurde 1931 von der BMAG gebaut, die Baureihe 81 im Jahr 1928 von Hanomag und die SHE-Loks 1925 von Henschel. Das passt wegen der verschiedenen Hersteller eigentlich nicht, aber von wem wurden diese Einheitsloks konstruiert? Deren Bau erfolgte häufig nach densleben Plänen von verschiedenen Lokfabriken. Man müsste mal die Zeichnungen der Kessel dieser Loks übereinander legen - zumindest der der DR 81 und der SHE 56/57.
Hallo Volker, das mache ich gern. Die Griffstangenhalter sind mittlerweile angekommen, freie Zeit dafür werde ich wohl erst wieder im Oktober haben.
Zur Kesselfrage: Die Ableitung BR 81 zur 99.22 ist klar, aber an einen "Einheitskessel" glaube ich hier nicht, da stimmen schon die Dompositionen nicht 100%ig. Abgesehen davon kommen noch andere Maße hinzu, wie Feuerbüchsmaße, Durchmesser des Kessels oder der Rohre. Und eine kurze Prüfung per KI ergab das hier, was durch die Maßtabellen in den diversen Literaturquellen bestätigt werden müsste:
Danach war der SHE-Kessel doch erheblich kleiner als der der 99.22. Es gab mit Sicherheit kalkulatorische Festwerte für die Kesselkonstruktion, wenn der Besteller seine Vorgaben (Leistung, Brennstoff etc.) gemacht hat. Das Ergebnis wird dann aber trotzdem recht individuell gewesen sein.
ach schade. Und ich dachte schon es gäbe eine einfache Lösung für den kessel sollte ich mich eines tages doch noch dran machen die Loks in H0m zu bauen 🤔😀
Dann warte ich jetzt bis Oktober um zu sehen, wie es bei deinem Projekt so weitergeht. Bei mir dauern Fortsetzungen auch oft länger.
Volker, für H0m sollte die Methode mit dem 81er Kessel schon noch passen, wenn's nicht auf das Hundertstel ankommt. Am besten auch den H0-Kessel über die Zeichnung legen, dann siehst Du schon, ob es reicht. In N war das jedenfalls hinreichend für mich.
wenn man Zeichnungen der Loks übereinander auf Kesselmitte platziert, sieht es folgendermaßen aus. Bezüglich des Kessels in Teilen wirklich frappierend ähnlich - nur etwas kürzer und dünner. Aber auf jeden Fall ein schöner Größenvergleich
Hallo Volker, cool! Erstaunlich der doch erhebliche Größenunterschied zwischen den beiden Maschinen. Eine 81 ist keine kleine Lok... Das Bild bestätigt aber schön, dass die Domabstände zwar stimmen, der 81er Kessel und dessen Schornstein aber etwas gekürzt werden müssen. Das habe ich bei mir im Bereich vor dem Führerhaus gemacht, weshalb die Domgruppe etwas nach hinten rutscht. Der Unterschied in den Kesseldurchmessern ist auch beachtlich, fällt aber komischerweise (oder zum Glück...) bei meinem Modell nicht weiter auf.
Volker hat sich ja in #2 bewegte Bilder der Lok gewünscht. Hier gibt es ein kurzes Video: https://www.youtube.com/watch?v=mlJfVgBKnvU Die Lok fährt noch analog, der alte Piko-Trafo hat in Fahrtrichtung rückwärts eine relativ grobe Fahrstufe 1. Daher das etwas plötzliche Losspurten, vorwärts ist es besser.