So, liebe Mitforisten, wenn der Reiner jetzt aufgelöst hat, dann mach ich mal noch ein Rätsel. Mit gleich 3 Fragen zu dem angehängten Bild: * WARUM habe ich das fotofiert? * WANN habe ich das fotofiert? * WO habe ich das fotofiert? Auflösung in einer Woche. Auf lustige Antwortversuche freut sich Bernd, der Harzwanderer
Ich hatte mir ja lustige Antworten gewünscht. Aber so lustig, dass alle bisherigen 3 Rater die zweite Frage ("wann?") missverstehen (oder gar gezielt missverstehen???) hatte ich's dann doch nicht erwartet... Habt ihr mir wieder mal bewiesen, dass ich mich ungeschickt ausgedrückt habe. Na prima. Grmbl.
Also daher jetzt nochmal die folgende Prä-zi-sie-rung der zweiten Frage: ich wollte von Euch eigentlich NICHT wissen zu welcher Tageszeit ich das Bild gemacht habe. (Das es nicht Mitternacht entstanden ist, ist ja wohl eindeutig...) sondern ich wollte wissen, wie alt das Bild an Jahren ist, also z.B.: 1 Jahr oder 7 Jahre oder 32 Jahre alt, oder so ähnlich. So. Jetzt klaro??? Oder um es mit Reiners freundlichen Worten zu sagen: "Kapito!?"
Soooo - die Woche ist um, also gibt's jetzt die Auflösung:
WARUM habe ich das fotofiert? -> Wegen der "Frickelei", also der nicht zusammenpassenden Breite von Schwellen und Rippenplatten WANN habe ich das fotofiert? -> April 2016 WO habe ich das fotofiert? -> Benneckenstein, Gleis 3
Das "wann" und "wo" hat mich selber überrascht. Wenn überhaupt, hätte ich sowas eher im Selketal erwartet, und vielleicht um 1990 herum. Als ich das in Benneckenstein so liegen sah, war ich total überrascht. Zum Glück hielt der Triebwagen dann lange genug, dass ich die Fotoknipse fand...
Mitgeraten haben Reiner, Otto, Rudi (Bahnfahrer) und Jens (Nettetal). Das "Warum" haben alle gut erkannt. Reiner hat sogar alles richtig, den Ort hat er anhand der (im Foto) angeschnittenen Steine der Laderampe erkannt und darf sich daher jetzt "Sherlock Reiner Holmes-Burggräfe" nennen. Jens war mit "am Güterschuppen bei Elend" nahe nahe dran, denn das Thema "Ladegleis" stimmte, nur der Ort nicht. Dass das Bild dem aktuellen Zustand entspricht, war nur Reiner klar. (Und wenn ich's nicht selbst fotografiert hätte, hätte ich ja auch nicht darauf getippt.)
Bleibt die Frage, warum das eigentlich dort so liegt. Reiner schrieb mir daraufhin Folgendes (mit seiner Zustimmung klinke ich das hier mal ein):
Zitat von Reiner Nochmal Also, das sind altbrauchbare Betonschwellen die man aus dem Streckengleis ausgebaut hat weil sie nicht die Erwartungen erfüllt haben die man sich erhoffte. Da sie aber zum Fortwerfen zu schade waren verbaute man sie in Bahnhofsnebengleise wie hier in Benneckenstein wo sie noch viel desolatere Holzschwellen ersetzten und so die Bahnhofsgleise wieder etwas haltbarer machten. Diese Betonschwellen wurden durch die DR Anfang der 70er Jahre gefertigt und in Streckengleise verbaut. So z.B. in der Ortslage Hasserode und andere Stellen. Da man für Betonschwellen aber eine mindestens 30 cm dicke Schotterdecke benötigt, und das aber für die Schmalspurbahn zu teuer war, hatten sie nicht so gute Federeigenschaften und man entschloß sich in den 80er Jahren diese gegen Stahlschwellen zu ersetzen die weniger Schotter benötigen. Kapito?
Du hättest die Granitrampe abschneiden sollen, das hat mich auf Blechlöffelshausen gebracht. Und ich hatte da nie drauf geachtet wie die verschraubt waren. Mit deiner verdammten Harzwanderneugier hast du wieder alles verraten was sonst nie herausgekommen wäre.
und dann noch:
Zitat von Reiner Auf der Selketalbahn 1989 findest du das auch im Bahnhof Sternhaus-Ramberg im Gleis 2. Hätteste man bei unserer Forumstour besser aufgepaßt müßtest du und heute nicht mit komische Rätsel kommen. Andere Bahnmeisterei. Die konnten nicht so gut improvisieren
Danke an Reiner für die Hintergrund-Infos. Warum man nun aber die passenden Rippenplatten nicht benutzte, wenn man sich schon die Mühe machte, die Schwellen sorgfältig auszubauen, aufzuheben und dann nochmal einzubauen, verstehe ich nach wie vor nicht. Oder waren die "einfach verdaddelt" worden??? Reiner schreibt dazu:
Zitat von ReinerDie Verleger sind sammt alle schon Tot. Anzeigen hilft also nicht mehr.
Hallo Die zweiachsige Gleisricht und Stopfmachine Unima II von Plasser und Theurer wurde wohl 1981 für die Harzbahnen beschafft, aber sie soll wohl auch auf verschiedenen Meterspurigen Straßenbahnstrecken im Arbeiter und Bauernstaat im Einsatz gewesen sein. Ihren allerersten Einsatz hatte sie 1981 auf dem Streckenabschnitt südlich von Ilfeld direkt neben der früheren F 4. Hier war eine Langsamfahrstelle beseitigt worden, welche die Züge über mehrere Jahre zwang, mit 10 km/h zu fahren. In wie fern diese Geschwindigkeit jedoch genau eingehalten wurde, kann man nur vermuten.. Jedenfalls waren die Holzschwellen größtenteils nur noch wie Blumenerde. Irgendwo hatte ich auch schon mal beschrieben wie wir mal als Schuljungens beim Nachmittagsgüterzug im Bereich der La Stelle aufgesprungen sind, weil wir dringend nach Ilfeld nach Hause mussten, um Taschenlampen für weitere Erkundungen in den Höhlen der Ochsenlöcher, welche sich zwischen Rosensteg und Harzungen befinden, zu holen. Hier erschien uns die Mitfahrgelegenheit günstig. Das schlafende Güterzugpersonal staunte nicht schlecht, als wir plötzlich zu dritt im Packwagen standen.. Es gab aber keinen Ärger, weil es Personale waren, bei denen wir bekannt waren von den Mitfahrten im Packwagen des Güterzuges nach Hasselfelde. In Ilfeld mussten wir dann auf der EG abgewandten Seite absteigen, damit uns der Bahnhofsvorsteher nicht entdeckt.
Die Maschine war 1981 vor den Stopfarbeiten in Ilfeld auf einem Abstellgleis abgestellt. Zu dieser Zeit erschien sie wie ein Raumschiff, Fremdkörper, etwas was nicht hier hingehört.
In einem anderen Forum hatte ich schon mal etwas zu der Stopfmaschine geschrieben und ein paar Bilder dazugemacht, welche erstaunlicherweise auch noch da sind. Hier mal ein Link.
Hallo Thomas (oder "Stellvertreter des Generaldirektors"),
nach nun langer Zeit ein herzliches Dankeschön von mir! Die Berichterstattung in der Kantine finde ich ja auch immer wieder genial. Leider habe ich nicht genug Zeit sie zu verfolgen.