Zitat von Volka im Beitrag #29Auf nach Dessau: ... Und diesem folgende ist der des Anschlusses Krieger ;-)
Habe ich ja in Dessau ales ausgewertet. Mehr ist zu Krieger da nicht. Was uns weiterhin fehlt, sind Unterlagen über die Feldbahn. Wo mögen die sich versteckt haben?
Nach einen Trefferauswertungsfilm eines englischen Terrorpiloten von 5.1.1945 ist folgender Film hier aufgetaucht der unter anderen einen Luftangriff auf eine stehende Lok im Anschlußgleis Minsleben der Erzverladung von der Büchenbergseilbahn dokumentiert. Danach dreht er ab und greift die Brockenkuppe an um dann auf dem Rückweg einen Westwärts fahrenden Zug im Bahnhof Wasserleben anzugreifen. Es ist nur eine ganz kurze Szene im Film dazu zu sehen. Hier ca. ab min 4,5 bis 5,15 im CombatFilm No. 95
Der Hinweis von Minsleben kam ja gestern von mir, aber wie Du zuerst vermutet hast, stimmt das doch nicht. Ich habe mir dazu mal das Luftbild ALLIIERTE_1945-7-144d_3072 vom Geodatenportal Sachsen-Anhalt angesehen. Demnach lag der Anschluss und damit die Eisenbahn hinter dem Turm. Und noch viel schlimmer: Es gab keinen Kreisschluss an Eisenbahn in Minsleben, über den wir uns nach der Karte so gefreut haben.
Hier ein nicht georeferenzierter Ausschnitt aus dem Luftbild (links Rechsbahn, rechts Bahnhof der HBE). Beim Draufklicken wird das Bild richtig groß geöffnet.
Ausschnitt aus Luftbild ALLIIERTE_1945-7-144d_3072 (C) GeoBasis-DE / LVermGeo ST 2026
Tja, was nun. Mir fällt nur noch eine Seilbahn im nördlichen Harzvorlans ein: Es gab eine im Wald gelegene zwischen Quedlinburg und Weddersleben. Da passt die Gegend jedoch überhaupt nicht.
Hallo Volker, ich weiß nicht was du willst und meinst. Auch kann ich deine verlinkten Luftbilder nicht öffnen. Da hab ich keine Ahnung von. Ich seh da nur rot und blaues gekritzele. Dein Ausschnitt des Luftbildes stimmt aber mit meinen Kartenausschnitt 1:1 überein.
Wobei im Luftbild des Fliegers hier die Bahnstrecke Minsleben-Wernigerode nicht mehr im Blick des Fliegers war weil schon überflogen.
Das Luftbild zeigt, dass die Gleise nördlich vom Verladebunker liegen und die Seilbahn südlich wegführt. Das passt leider nicht mit den Fliegeraufnahmen zusammen.
Im Luftbild kann man schon noch ein wenig die Trassse Kreisbahn erahnen - diese führte ja nicht am Verladebunker vorbei, sondern war früher (1920 ?) - etwas weiter südlich der Bogen um die Zuckerfabrik ?
erstmal Danke für die interessanten Ausführungen zur Seilbahn Büchenberg und Bahnhof Minsleben.Sehr interessant, Reiner, Dein Bericht bei DSO mit den vielen Einzelheiten. Dazu möchte ich, obwohl bei DSO schon geschrieben, zwei Seiten aus einem Buch (Historischer Bergbau im Harz, W.Liessmann, Springer Verlag 1997) zum Schacht Büchenberg beifügen: Dazu passend ein paar Fotos während eines Besuchs in 2020, zuerst der Eingang ins Besucherbergwerk. Die Treppe in den Untergrund, links an den Hoelzern veriefen die Seile der Bahn: [[File:Buechenberg, Zugang zur Seilbahnstation. links verlief die Seilbahn vom Fuellort nach oben draußen. 04.08.2020 b.jpg|none|1200px|800px]] Ein Blick auf die Antriebsanlage, mit dem besagten 17-KW -Motor, der nur bremsen musste, oben drüber wurde das Zugseil im Halbkreis geführt, um wieder nach aussen zu gelangen. Hier wurden die Seilbahnloren beladen: Und so sehen die Erzbänder aus: Und da zu unserem Forum die Eisenbahn gehört, noch ein paar Bilder vom ehemaligen Anschlussgleis Büchenberg bzw. seinem Ursprung. Dieser befindet sich eigentlich nicht an der ehemaligen Station Wechsel der ex. HBE, aber das hat Reiner schon erläutert. Dazu ergänzend das Bild dazu, aufgenommen vom Bahndamm der Seitenlinie nach Dro(also Drei Annen Hohne Ost oder der Untere Bahnhof). Beim großen Baum in etwa Bildmitte mit Mast davor befand sich die Abzweigweiche nach Drei Annen Hohne, rechts im folgenden Bogen noch waagrecht, befand sich die Station Wechsel mit einem Umsetzgleis, von dort ging es nach Königshütte und Tanne steil bergab ins Tal der Warmen Bode. Etwa an gleicher Stelle nach Dro findet man noch 2-3 Mastfundamente für das Anschlussgleis zum Büchenberg Schacht 3, das ja mit elektrifiziert wurde, während ab der Abzweigweiche der Strecke nach Drei Annen, sie zweigte vom Mast etwa 500 m weiter nördlich nach Westen ab,stillgelegt und abgebaut wurde. Aus schon von Reiner genannten Gründen war dem Agl auch kein Leben beschieden, übrig blieben nur sozusagen die "Spuren im Sand"/Wald. Etwa 300 m vor dem Schachtgelände Schacht 3 sieht es so aus. Eine Dennertfichte am Eingang zum Schachtgelände gab am 31.12.2016 freundlich Auskunft. Der Eingang zum Schachtgelände am 31.12.2016. So, nun wieder zurück zur Eisenbahn in und um Minsleben. Im Buch Nebenbahnen der HBE von D. Endisch gibt es diese Seite mit Beschreibungen der Bahnanlagen der Minslebener Strecke. Dazu folgendes Bild von mir: Dazu folgende Erklärungen: gelb gepunktet-HBE-Gleise, von rechts nach links Bahnhof Silstedt -Blau, Bahnhof Minsleben Dorf-Gelb, Bahnhof Minsleben HBE-grün,Bahnhof Minsleben DR - rot, und gelb gemarkert-Gelände der alten Zuckerfabrik Minsleben. Nun stellt sich doch folgende Frage, benötigt eine Strecke, deren Erweiterung schon von Anbeginn an defizitär war, eine Fortsetzung ab Zufa nach Osten? Möglich scheint hierbei alles zu sein, die HBE war, um den Betrieb flexibel und kostengünstig ab zuwickeln, nicht kleinlich, siehe die diversen Gleisdreiecke. Schaut man sich das Kartenbild an und denkt sich die Bebauung von der Zufa nach Osten weg, wäre es durchaus möglich, das man hier großzügig wenden konnte. In Landkarten bzw .Messtischblättern habe ich diesen Wendekreis nicht komplett gefunden,was aber nichts heißen muss, da die Strecke ja schnell wieder abgebaut wurde bis Derenburg. Allerdigs hatte man ja für diese Strecke vor einen durchgehenden Verkehr von Blankenburg bzw. sogar ab Thale Bodetal und Quedlinburg nach Wernigerode am Harzrand (Harzgürtelbahn) anzubieten und einzurichten, was die S-Kurve in Minsleben erklären würde, die über Mi.Dorf führte.Da könnte eine Verbindung "unten herum " schon Sinn machen. Im Vorsatz des Buches von W. Steinke, 125 Jahre HBE gibt es diese Karte, deren westlichen Teil ich hier zeige. Der nächste Punkt ist das Luftbild von Volka mit dem Schornstein der Zufa Minsleben im Hintergrund. Dieses Bild zeigt einen Blick von Norden auf den Bahnhof Minsleben DR und dahinter den Ort Minsleben. Vermutlich endete die Seilbahn nicht auf dem Zufa-Gelände am nördlichen Ortsrand, sondern an der nördlichen Ausfahrt Minsleben nach Heudeber und es wurden vermutlich ehemalige Gleise der HBE dort mitgenutzt, wie im Mtb. zu erkennen ist und im 2.Luftbild. So , nun zum Ende meines Exkurses noch ein Bild aus dem Bergwerk Büchenberg, es zeigt den gesamten Grubenbau in räumlicher Perspektive, wobei Schacht 3 der Punkt mit dem Agl.der Rübelandbahn ist und Schacht 1 dann der Ausgangspunkt der Seilbahn mit dem Besucherwerk ist.
Danke Winfried! Deinen wunderbar ausführlichen Beitrag fand ich sehr lesenswert. Trotzdem kann ich aber irgendwie die zwei Flugzeugbilder von Reiner nach wie vor nicht mit den Karten und Messtischblättern in Übereinstimmung bringen. Auf Reiners Bildern sieht man hinten Siedlung und einen Schornstein, vorne auf freiem Feld eine Seilbahnverladestation, und die Seilbahn scheint aber von RECHTS zu kommen. Irgendwie passt das für mich alles nicht zur Situation in Minsleben ...?
Guten Tag, Danke für Deine Blumen! Die Seilbahnstation stand am nördlichen Ende des Minslebener Reichsbahnhof und sie war eine winklig gebaute Anlage, also Seilbahnentladung mit wenden der Transportrichtung per waagrechter Seilscheibe (oben holzverkleidet und daran angebaut der Erzbunker, der wiederum paralell zu dem Ladegleis lag. Der Höhenzug im Hintergrund trennt Minsleben von Wernigerode, über ihn führte die Seilbahn hinweg wie in Reiners Bildern zu sehen. Man schaut also von Nord nach Süd zum Harz. Schornstein und Siedlung gehört zu Minsleben, also das Gelände der alten Zuckerfabrik mit davor gelagerten Anschlussgleisen der HBE als Abstellung der gezeigten Güterwagen. Dann sollte die Ansicht plausibel sein. Eigentlich ist es so, wie auf dem Messtischblatt, nur das der Flieger nicht von West angeflogen kam, sondern von Nord. Grüße Winfried
habe mal den teilweise noch erahnbaren Gleisverlauf des Zuckerfabrikanschlusses eingezeichnet - so wie er auch in der Karte von 1920 zu sehen ist.
Das Anschlussgleis der Zuckerfabrik in Bockenem führte auch einmal über das Gelände der Fabrik und war auf beiden Seiten an das Streckengleis / Bahnhof angeschlossen.
Vermutlich hielt man diese Form des Gleisanschlusses für Zuckerfabriken für sinnvoll - um vielleicht ein Entladen von Rübenwagen so besser/ kontinuierlicher leisten zu können?
so, wie Du den Gleisverlauf eingezeichnet hast, macht er wenig Sinn, es wird ein Kreis. Ausserdem würde das Gleis ins Fabrikgelände direkt führen, wo aber offensichtlich kaum Platz für die Rübenannahme auch einer kleinen Fabrik bestehen würde. So, wie die Gleise zu sehen sind, wird es auch gewesen sein und eine Verlängerung nach Ost wäre nur möglich, wenn die dort im Weg stehenden Häuser jüngeren Datums sind. Da die Zufa schon um den I.Wk stillgelgt wurde, hätte sich das Problem schon von selbst erledigt, man benötigte vermutlich keinen Anschluss, um mit Ganzzügen eine "Wende" zu machen. Gruß Winfried