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Dieses Thema hat 41 Antworten
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 Harz: Forstwirtschaft, Holztransport und Holzverarbeitung
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Volka Offline




Beiträge: 4.559

03.09.2018 20:59
Was kommt nach dem Borkenkäfer? Antworten

Hallo,

insbesondere beim letzten Rätsel von Marco wurde das Baumsterben in der Brockenregion durch den Borkenkäferbefall ja sehr deutlich: Wo....

Nun glaube ich nicht, dass dort nie mehr irgendetwas überhaupt wachsen wird und die Erosion durch Regen und Schnee eines Tages den blanken Felsen zurücklässt. Aber was meint ihr wird sich dort in den nächsten Jahren an Pflanzen ansiedeln? Heide wie auf den Halden bei Frankscharnhütte?

Viele Grüße

Volker


Zackel Offline


BAE-Club-Mitglied



Beiträge: 973

03.09.2018 23:03
#2 RE: Was kommt nach dem Borkenkäfer? Antworten

Moin,

natürlich wird da wieder Wald wachsen. Aber ohne Hilfe des Menschen wird das wieder Fichtenwald sein. Das verschweigen der Knollendoktor und seine Lakaien nämlich.

LG

Jörn

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"Da steht zu befürchten, das es in Mode kommt und als ungeheuer versnobt gelten wird, den Februar in Braunlage oder Altenau zu verbringen."


nettetal Offline



Beiträge: 765

04.09.2018 14:10
#3 RE: Was kommt nach dem Borkenkäfer? Antworten

Moin,

der neue Wald könnte wie hier unterhalb des HP Goetheweg aussehen - dieses Gebiet war zu Zeiten des Grenzzaunes nahezu baumfrei und ist seit
1990 zugewachsen - dieser junge Wald hat rund 25-30 Jahre gebraucht .... der propagierte Urwald mit unterschiedlichen Bäumen und mit gemischter Altersstruktur
ist so noch nicht gewachsen - das wird wohl noch länger dauern



Bild ist von 2017

mit Grüßen

Jens


Volka Offline




Beiträge: 4.559

04.09.2018 20:56
#4 RE: Was kommt nach dem Borkenkäfer? Antworten

Hallo,

in der Tat werden wieder Fichten wachsen, aber auch andere Bäume, wie Jens es so schön dokumentiert hat. Und was Jens aus meiner Sicht auch richtig andeutet, ist, dass der durchschnittliche Nutzer dieses Forums das richtige Ergebnis nicht mehr miterleben wird. Das Entstehen eines Waldes entspricht da eher einem Menschenleben. Erfreuen wir uns doch einfach daran, was da anderes kommt und nicht sofort wieder Opfer des Borkenkäfers wird. Ich bin schon gespannt!

Viele Grüße

Volker


Bergmensch Online




Beiträge: 3.260

16.05.2019 22:37
#5 RE: Was kommt nach dem Borkenkäfer? Antworten

Gruß von ganz oben, der Bergmensch 🙋‍♂️


nettetal Offline



Beiträge: 765

17.05.2019 10:06
#6 RE: Was kommt nach dem Borkenkäfer? Antworten

Hallo Reiner, Hallo alle,

interessanter Bericht ! Die Ausmaße des Fichtenwaldsterbens sind echt erschreckend - insbesondere das Tempo.
Ob sich der Waldbesitzer mit seiner NP-Schelte zurückhalten mußte ?
aber da es große Teile von Deutschland betrifft, ist es wohl mehr anderen Gründen geschuldet - was die Lage nicht einfacher macht.
Man darf gespannt sein, welche Antworten Natur und Forstwirtschaft finden. Junge neue Wälder und mehr Aussicht dürfen wir wohl noch erleben.

mit Grüßen

Jens


nettetal Offline



Beiträge: 765

03.06.2019 15:03
#7 RE: Was kommt nach dem Borkenkäfer? Antworten

Moin,

am 1.6.19 war ich mit dem Rad am Brocken unterwegs.

entlang der Brockenstrasse zeigte sich schon eine gewisse Kraft der Natur, die Totwaldflächen wieder mit Waldleben füllen zu wollen.


aber auch junger Fichtenwald ist vor Befall nicht sicher



mit Grüßen

Jens


OOK Offline


BAE-Club-Mitglied



Beiträge: 5.507

03.06.2019 20:51
#8 RE: Was kommt nach dem Borkenkäfer? Antworten

Zitat von nettetal im Beitrag #6
... aber da es große Teile von Deutschland betrifft, ist es wohl mehr anderen Gründen geschuldet

Ich komme bei meinen Autofahrten durch den Hünsrück, den Westerwald, die Wälder des Kaufunger Waldes und einige andere. Ab und zu sehe ich ein paa kleinere Flächen mit Fichtensterben. Aber nirgends in dem Ausmaß wie im Harz, nicht annähernd. Ich kann nur die Beobachtung mitteilenm, keine Schlüsse ziehen.

OOK.
www.0m-Blog.dewww.edition-jaffa.de
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Richie Offline



Beiträge: 3

05.06.2019 16:48
#9 RE: Was kommt nach dem Borkenkäfer? Antworten

Hallo miteinander,
ich will mich bei dieser Gelegenheit kurz vorstellen: Ich bin der Richie (Richard) aus München und lese hier seit geraumer Zeit still mit. Der Harz ist seit Jahren unser Urlaubsziel Nr.1 und so verfolge ich als Forstmann (und Eisenbahnfreund) natürlich auch mit großem Interesse wie sich der Wald im Harz entwickelt.

Verständlicherweise ist es erschreckend anzusehen wie sich der Borkenkäfer in den Harzwäldern ausbreitet, aber man muss bedenken, dass insbesondere die Fichte in den letzten Jahren unter Dauerstress (Hitze, Trockenheit) gestanden hat und so kaum noch natürliche Abwehrmechanismen (verstärkter Harzfluss) entwickeln konnte. Dieses Phänomen betrifft nicht nur den Harz, sondern alle Fichtengebiete.

Im normalen Wirtschaftswald fällt der Borkenkäferbefall i.d.R. auch nicht besonders auf, da die Forstbehörden und Waldeigentümer relativ rasch reagieren und die befallenen Bäume entnehmen.
Der Nationalpark ist in dieser Hinsicht ein Sonderfall, da ja die natürliche Waldentwicklung, zu der auch Katastrophen gehören, ihren Lauf nehmen soll.
Die Fichte ist in ihrem Wesen eine Katastrophenbaumart, da sie relativ empfindlich gegenüber natürlichen Unbilden reagiert, sei es nun Bodentrockenheit, Sturm oder Insektenschäden. Als Lichtbaumart verjüngt sie sich auf solchen Schadflächen auch recht schnell natürlich, da ja nun die Lichtkonkurrenz der Altbäume fehlt. So entsteht auch der Eindruck, dass auf den neu entstandenen Kahlflächen wieder nur die Fichte nachwächst. Dass dem nicht ganz so ist, zeigt ja auch das Bild von Jens eindrücklich; neben den Fichten haben sich auch Vogelbeere und andere Pionierbaumarten angesiedelt, die sozusagen die erste Generation des neuen Waldes bilden.

Der Nationalpark im Harz hat im Gegensatz zum NP Bayerischer Wald einen entscheidenden Nachteil: Er ist noch jung!
Viele Prozesse der natürlichen Walderneuerung sind im Bayr. Wald schon abgelaufen bzw. befinden sich in einem fortgeschrittenen Stadium. Dreißig Jahre Vorsprung können für das Auge des Waldbesuchers viel sein, im Zyklus der Walderneuerung steckt auch der Bayerische Wald bildlich gesehen noch in den Windeln.
Die Empörung und das Unverständnis über die vom Borkenkäfer kahlgefressenen Flächen war und ist im Bayerwald zumindest genau so hoch wie im Harz, andererseits ist es erstaunlich wie schnell diese Flächen wieder grün geworden sind und man vielerorts wieder im Schatten der Jungbäume wandern kann.

Dem "Normalmensch" unserer hektischen Zeit fehlt jedoch der Weitblick, der mehr als ein Menschenleben und noch viel länger als eine Legislaturperiode währt! Der Wald braucht Zeit, viel mehr Zeit als wir es heutzutage ertragen können und wollen.
Der Begriff der Nachhaltigkeit kommt nicht von ungefähr aus der Forstwirtschaft, da hier die Bewahrung der natürlichen Ressourcen vor allem für den Bergbau (sic!) im Vordergrund stand. Der Begründer der nachhaltigen Forstwirtschaft Hans Carl von Carlowitz war Bergrat und Oberberghauptmann. Wen´s interessiert: https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Carl_von_Carlowitz

Auch wenn es schwerfällt, wir sollten dem Wald einfach die Zeit geben, die er braucht um ein "wilder Wald" zu werden. Wir sind hier noch ganz am Anfang! Aber keine Bange, denn die Natur braucht den Menschen nicht um das zu sein, was sie ist, nämlich wild.
Das Verhältnis von uns Deutschen zum Wald ist ein zwiespältiges, denn wir lieben den Wald - keine Frage. Aber er sollte möglichst so sein, wie wir uns ihn vorstellen: Sauber und aufgeräumt! Das aber ist kein Wald, das ist eine Baumplantage. Wald ist etwas anderes, irgendetwas jenseits unseres Empfindens von geregelter Baumzucht.

Die Zukunft wird für unsere Wälder und Forste im Zeichen des Klimawandels nicht einfach werden und vielleicht müssen wir uns dann von vielem verabschieden, was wir für alltäglich und normal hielten. Keiner weiß es wirklich so genau wie der Wald der Zukunft aussehen wird, auf jeden Fall aber anders!


Ich hoffe, dass ich Euch nicht allzusehr mit meinem Premierenbeitrag gelangweilt habe!
Ich freue mich jedenfalls schon auf den 4. August, denn dann bin ich wieder für drei Wochen im Harz!

Viele Grüße aus München
Richie


Zackel Offline


BAE-Club-Mitglied



Beiträge: 973

05.06.2019 17:01
#10 RE: Was kommt nach dem Borkenkäfer? Antworten

Hallo Richie,

natürlich wächst das Gras nicht schneller, wenn man an ihm zieht. Andererseits frage ich mich, ob das Ziel, einen natürlichen Wald zu erreichen, mit natürlicher Sukzession überhaupt zu erreichen ist: wo sollen denn die großen Baumarten wie Eiche, Buche, Ahorn herkommen? Natürlich können wir darauf hoffen, dass die Eichhörnchen aus dem Solling oder die Vögel aus dem Kyffäuser die Damen einschleppen oder von den wenigen verbleibenden Mischealdbeständen im Harz was überspringt.

Ein weit größeres Problem: man muss sich nicht wundern wenn es nicht mehr regnet. Wenn da der Blitz einschlägt oder ein Idiot das ansteckt, dann Gnade Gott. Die CO2 Debatte ist angesichts dieser Katastrophe pervers. Man hat nicht nur die CO2 Binder eliminiert sondern erzeugt noch zusätzlich CO2 durch die Abbauprozesse. Die Erhöhung des Albedowertes lässt es nicht mehr regnen, da die Luft aufsteigt. Wie sich soetwas auswirkt kann man u.a. in Hiddensee sehr gut studieren. Hat nichts mit Klimawandel zu tun, sondern mit vermurksten Bewirtschaftung.

LG

Jörn

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"Da steht zu befürchten, das es in Mode kommt und als ungeheuer versnobt gelten wird, den Februar in Braunlage oder Altenau zu verbringen."


wjk Offline


BAE-Club-Mitglied


Beiträge: 217

05.06.2019 19:57
#11 RE: Was kommt nach dem Borkenkäfer? Antworten

Ich sag' mal ganz einfach Danke für die Ausführungen, die sicher nicht jedem ins Weltbild passen werden.


Richie Offline



Beiträge: 3

05.06.2019 20:23
#12 RE: Was kommt nach dem Borkenkäfer? Antworten

Hallo Jörn,

Deine Antwort beweist doch nur meine Aussage, dass der Faktor Zeit in den Betrachtungen über den Wald nicht ausreichend berücksichtigt wird.
Sukzessionsprozesse durchlaufen mehrere Zyklen, die unterschiedlich lange dauern können und bei denen sich die für den Standort geeignetsten Pflanzenarten ansiedeln und ggf. auch wieder verschwinden.
Wie die Ansiedlung neuer Pflanzen oder Baumarten geschieht, ob z.B. durch Hähersaat oder Windfracht, ist dem jeweiligen Umfeld geschuldet. Untersuchungen haben gezeigt, dass oft nur ein Mutterbaum in einem Umkreis von mehreren Kilometern genügt um auf solchen Sukzessionsflächen neue Baumarten einzubringen.
Zumindest für die Hochlagen des Harzes ist es fragwürdig, ob es von Natur aus überhaupt zu einer Ansiedlung wärmebedürftiger Baumarten (die Du ja aufgezählt hast) kommen wird.

In den Bereichen, die für Laubbaumarten auskömmlich sind, wird ja im Nationalpark waldbaulich nachgeholfen.
Über den Wirtschaftswald rede ich jetzt auch gar nicht, da hier ganz andere Maßstäbe angesetzt werden.

Die Waldbrandproblematik hast Du auch in vollbestockten Beständen, siehe aktuell in Brandenburg.
Der Albedowert von Waldflächen liegt je nach Bestockungsgrad und Baumart zwischen 0,05 und 0,18, der von Ruderal- oder Waldkahlflächen geringfügig darüber und sind eher kleinklimatisch wirksam, als dass es großräumig zu wesentlichen Veränderungen des Niederschlagsdynamik kommen würde. Zudem ist der Harz ja nicht völlig entwaldet,so dass es kleinräumig gesehen zu Ausgleichsprozessen kommt.

Der Abbauprozess von stehendem Holz, um das es sich ja hauptsächlich bei den Borkenkäferleichen handelt, dauert mehrere Jahren und beeinflusst die CO2-Bilanz eher marginal, zumal der nachwachsende Pflanzenbestand in der Unterschicht ja uch wieder CO2 verbraucht.

Wenn Du schon von vermurkster Bewirtschaftung redest, dann musst Du die Fichtenwirtschaft im Harz aber dazuzählen. Aus rein wirtschaftlichen Überlegungen hat man die Fichte auf Standorte gezwungen, auf denen sie von Natur nicht vorkommt. Was sich kurzfristig monetär positiv ausgezahlt hat (im Westen wie im Osten), das rächt sich jetzt nicht nur im Nationalpark (der ja einst ein Wirtschaftswald war), sondern auch und gerade in planmäßig bewirtschafteten Waldgebieten, in denen gerade die wirtschaftliche Grundlage wegbricht. Und das alles, obwohl wir seit Jahrzehnten wissen, dass nur ein gemischter, gestufter und ungleichaltriger Wald am besten geeignet ist, dem Waldbesitzer langfristig (!) Gewinn zu bringen.
Es bewahrheitet sich leider nur zu grausam der Spruch: "Willst Du den Wald bestimmt vernichten, so pflanze nichts als Fichten, Fichten!"

Ja, aber auch die Fichte hat ihren Platz im Harzwald, da sie die Charakterbaumart des Bergfichtenwaldes ist. Wenn es gelingt eine standortgerchte, autochthone (einheimische) Rasse der Fichte wieder an ihrem angestammten Platz einzubringen, dann bleibt sie auch die bestimmende Baumart des Hochharzes.
Vielleicht wächst ja eines Tages die eine oder andere wieder auf den vielen Sukzessionsflächen im Nationalpark. Wer weiß?

Viele Grüße
Richie


nettetal Offline



Beiträge: 765

05.06.2019 23:02
#13 RE: Was kommt nach dem Borkenkäfer? Antworten

Moin Richie,

Willkommen hier im Forum und Danke für Deine ersten Beiträge.

Der Wunsch nach einem weniger schmerzlichen Umbruch ist ja verständlich und "menschlich". Vielleicht wäre ein beschleunigter Umwandlungsprozess auch möglich, der nicht eine so ausgeprägte Totwaldphase hätte, aber in der Vergangenheit haben sich viele (alle ?) menschliche Eingriffe in die Natur dann doch als zu kurzsichtig erwiesen, weil man das Öko-System nicht gut genug verstanden hatte... oder weil eben Geldinteressen nicht der beste Ratgeber sind.

Es bleibt spannend.... und nichts ist beständiger als die Veränderung....

mit harzlichen Grüßen

Jens


OOK Offline


BAE-Club-Mitglied



Beiträge: 5.507

06.06.2019 13:16
#14 RE: Was kommt nach dem Borkenkäfer? Antworten

Hallo Richie,
willkommen im Forum.
Dein Beitrag ist geeignet, mich von meiner reinen Anti-NP-Haltung abzubringen, zumindest teilweise. Nicht nur die Diktion, sondern auch die Argumentation treffen bei mir auf offene Ohren, wenngleich sie nicht alle Bedenken ausräumen können, was du wohl auch gar nicht berabsichtigst.

Es ist natürlich für einen fast Achtzigjährigen sehr schwer, auf die natürliche Regeneration des Fichtenwaldes im Harz zu setzen. Anderserseits gehe ich noch - außerhalb des NP - durch viele intakte (oder auf mich intakt wirkende?) Fichtenwälder, dass ich mir immer sage: Solange ich lebe, gibts immer noch genug Fichtenwälder für mich, und nach mir .....

Mein Problem mit dem NP ist wohl eher, dass er nicht dem Wald seinen Lauf lässt, wie er behauptet, und auf die Wiederauferstehung des Fichtenwaldes setzt, wann auch immer, sondern sich händereibend darüber freut, dass der von im beabsichtigte "Umbau" (was für ein Unwort) des Harzwaldes sich viel schneller vollzieht als erhofft.

Ein Pänomen ist wir wieder in den Sinn gekommen: Als ich in den Achtzigern die ersten Male im Graubründen Urlaub machte, grassierte dort der Lärchenwickler und die dort vorherrschenden Lärchenwälder sahen von Jahr zu Jahr übler aus. Allerdings sterben die Lärchen nicht ab, leben weiter udn halten durch. Die Schweizer Forst hat damals in der Tat auf die natürliche Regeneration gesetzt und die These verbreitet, dass, wenn er Lärchenwickler alle Lärchen leergesaugt hat, selber am Ende sein wird. Und so ist es in der Tat gekommen. Irgendwann gab es keine Lärchenwickler mehr und nach und nach ergrünten die Lärchenwälder wieder. Und heute: Da ist es schon wieder soweit:"Der Lärchenwickler ist zurück" sieht man auf großen Schildern dort, es geht wieder von vorne los. Werde ich aber nicht mehr erleben.
Nochmals danke für deinen Beitrag.

OOK.
www.0m-Blog.dewww.edition-jaffa.de
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Volka Offline




Beiträge: 4.559

09.06.2019 13:54
#15 RE: Was kommt nach dem Borkenkäfer? Antworten

Hallo zusammen!

Inzwischen gehöre ich ja auch zu den Älteren. Wenn ich mich in meine Zeit als Kind/Jugendlicher zurück erinnere war das Waldsterben in den Achtzigern ein Topthema. Es gab gruselige Bilder aus dem Erzgebirge und dem Harz. Im Wartezimmer eines Arztes las ich in einer Ausgabe des immer etwas reißerischen "Stern" einen Artikel darüber. Darin wurde als Beispiel auch über die Hanskühnenburg berichtet, die im Gegensatz zu Bildern aus den Sechziger nicht mehr im Wald lag, sondern auf eine kahlen Hochfläche. So kenne ich es auch noch aus meinen ersten Jahren in Clausthal Anfang der Neunziger. Und heute?

Zu jener Zeit habe ich mein Schulpraktikum bei einem Förster gemacht (fast nur Laubwald in der Nähe Hamburgs). Es brachte einerseits die Einsicht, dass ich wohl beruflich etwas anderes machen sollte. Andererseits bekam ich zur Auskunft auf meine Frage, wie es unter den schrecklichen Vorzeichen mit dem Wald überhaupt weitergehen soll, die Antwort: Wald wird es immer geben und ich sollte mich nicht verrückt machen lassen. Fiel mir damals sehr schwer zu glauben.

Also Richie: Herzlichen Dank für deine Erläuterungen! Das Wissen um den voraussichtlich guten Ausgang, lässt einen die schmerzlichen Bilder besser ertragen!

Viele Grüße

Volker


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